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Wasserski
Deutsche Jugendmeisterschaft 2006 in Halle an der Saale
4x Gold, 1x Silber, 1x Bronze für den WSC Mastholte


Der Wasserskiclub Mastholte wurde dieses Jahr erstmalig durch das Geschwisterpaar Giannina (12) und Chiara (11) Bonnemann aus Dortmund (beide Klasse U14) bei der DJM in Halle an der Saale vertreten. Die gesamte Familie Bonnemann trainiert seit Juni 2005 offiziell am Mastholter See und startete dieses Jahr erstmalig für den hiesigen Wasserskiclub.

Die amtierende deutsche Meisterin Giannina wollte dieses Jahr ihren Titel zum insgesamt vierten Mal verteidigen. Doch unverhofft kommt oft. Beim Start zum internationalen Slalompokal in Bremerhaven, Anfang Juli, schaffte Giannina als einzige in Ihrer Klasse die Qualifikation für die Europameisterschaft; die dieses Jahr in Belgien ausgetragen wird. Schon '04 und '05 ereichte Giannina die Qualifikation. 2004 schaffte sie im Alter von 10 Jahren, in der Klasse U14 , als jüngste Teilnehmerin, bereits das Finale in ihrer Spezialdisziplin Trickski und schloss gegenüber der internationalen Konkurrenz mit Platz 8 ab.
Beim Slalompokal in Bremerhaven, der in drei Wertungsläufen ausgetragen wurde, mussten die Kontrahenten zwei Ergebnisse mit 1,5 Bojen an der 16 m Leine bei 55 km/h. fahren, um die Qualifikation für die Europameisterschaft zu erreichen. Schon in den ersten beiden Läufen übertraf Giannina dieses Ergebnis. Jedoch wollte die ehrgeizige 12 Jährige eine neue persönliche Bestleistung. Im dritten Lauf schaffte sie 5 Bojen mit der 16 m Leine musste dieses Ergebnis jedoch mit einem Sturz, bei dem sie sich eine Muskelverletzung im Rücken zuzog, teuer bezahlen. Mit dieser Leistung erreichte sie den ersten Platz beim internationalen Slalompokal in der Klasse unter 14 Jahren. Ihre Schwester Chiara fuhr ebenfalls ihre auf persönliche Bestleistung mit 4 Bojen bei 52 km/h und erreichte damit den dritten Platz.

Zurück in Mastholte, um sich auf die deutsche Jugendmeisterschaft vorzubereiten, musste das Familienteam einen Rückschlag hinnehmen. Bei dem Versuch zu trainieren stellte sich heraus, dass Gianninas Rückenverletzung ernster war als ursprünglich befürchtet. Mit schmerzverzerrtem Gesicht versuchte Giannina Slalom zu fahren, so das Vater und Trainer Ralf sofort das Training abbrach. Jetzt war Psychologie gefragt um Giannina nicht in den totalen Frust stürzen zu lassen, denn es war ihr größter Wunsch den Titel zu verteidigen. Es folgten vier leidige Wochen ohne Training in Gianninas Lieblingssport, immer noch das Ziel vor Augen irgendwie den Titel zu verteidigen. Ab sofort täglich zur Physiotherapie entsprechen nicht unbedingt den Vorstellungen eines 12 jährigen Mädchens die Sommerferien zu verbringen.

Alles auf eine Karte gesetzt fuhr die Familie in den Osten nach Halle (Saale) in der Hoffnung das der Muskel hält. Früh angereist, um die Trainingszeit vor Ort maximal nutzen zu können, startete Giannina zum Slalomtraining. Ein oder auch mehrere Stossgebete nach oben wurden wohl erhört. Mit niedrigeren Geschwindigkeiten als sonst absolvierte Giannina eine Slalompassage nach der anderen, wobei die Geschwindigkeit von Durchgang zu Durchgang um 3 km/h gesteigert wurde. Eine endlich mal wieder strahlendes Lächeln aus Gianninas Gesicht verriet keine Schmerzen, alles in Ordnung. Jedoch wird es für den Titel reichen?

Samstag früh ging Giannina, bestimmt mit gemischten Gefühlen, an den Slalomstart und fuhr souverein mit der 18 m-Leine von 46 über 49, 52 und 55 km/h bis zur 16 m Verkürzung bei der sie noch zwei weitere Bojen schaffte. Damit war das „zweite Training" absolviert und eine Vorlaufplatzierung mit dem ersten Platz erreicht. Jedoch musste sich Giannina die Platzierung mit Maria Haschok ihrer größten Konkurrentin aus Schwielochsee, die das gleiche Ergebnis erreichte, teilen. Im Finale musste Maria Haschok vorlegen. Vier Bojen. an der 18 m Leine mit 55 km/h waren nun zu schlagen. Normalerweise mit der Sicherheit aus einer vernünftigen Trainingsvorbereitung kein Problem, aber diese Sicherheit gab es nicht. Die Spannung stieg. Noch nie war Giannina und das Team um sie einer solchen Spannung ausgesetzt, Start mit 49 km/h, sodass bei 55 die Kraft ausreichte um ihre Mitbewerberin in die Schranken zu weisen, Leichte bis schwere Unsicherheiten bei 49 und 52 km/h ließen die Spannung steigen. Jedoch Giannina erkämpfte Boje um Boje. Dann jedoch ein blitzsauberer 55-ger mit sechs Bojen und die Titelverteidigung war sicher gestellt. Jedoch wer Giannina kennt, wusste was sie jetzt wollte. Die persönliche Bestleistung sollte fallen. Mit 5 Bojen an der 16 m Leine war allerdings Schluss - Immerhin die Bestleistung eingestellt.

Schwester Chiara erreichte im Vorlauf mit 5 Bojen bei 49 km/h den 5 Platz der zur Finalteilnahme berechtigte. Im Finale waren dann leider nur 5 Bojen bei 49 km/h drin und letztendlich trotz allem Platz 5.

In Gianninas Spezialdisziplin Trickski, erstritt sie in einer nie gefährdeten Finalteilnahme in zwei lupenrein gelaufenen Finaldurchgängen mit 3250 Punkten den nächsten Meistertitel mit über 1000 Punkten Abstand zur Zweitplatzierten.
Auch Chiara erreichte das Trickfinale, hatte aber Pech und verpasste den 1 Platz um nur 30 Punkte.

Beim Springen über die 1,50 m hohe Schanze und einer Bootsgeschwindigkeit von 48 km/h sprang Giannina zum dritten und vierten Meistertitel. Mit einer Weite von 14,90 m sprang sie auf Platz 1. Schwester Chiara sprang mit 13,80 m auf Platz 2.

In der Kombination, in der die Ergebnisse aller Disziplinen einfließen, gewann Giannina unangefochten. Chiara wurde mit einer aus allen Disziplinen guten Leistung mit dem 3. Platz in der Kombination belohnt.

Dank der hervorragenden Trainingsbedingungen und des äußerste angenehmen Umfeldes am Mastholter See können wir für die Zukunft bestimmt auf weitere Titel und Medaillen hoffen.

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Pressebericht Rietberger Stadtanzeiger [329 KB]